Wenn Materialien erzählen dürfen, brauchen sie eine Stimme: kleine Beschriftungen, handgeschriebene Karten, eingelassene Messingplättchen oder diskrete QR-Codes verknüpfen Orte, Daten und Menschen mit dem Objekt. So bleibt die Reise einer Balkenbohle, eines Schulhausbodens oder einer Werkbank nachvollziehbar. Besucher entdecken Details, werden neugierig und tragen die Geschichte weiter, indem sie sie weitererzählen, fotografieren und wertschätzen.
Eine Kerbe im Tisch erinnert an ein altes Atelier, ein ausgeblichener Stoff riecht nach Sommer in einer verlassenen Pension. Solche Spuren erzeugen Resonanz, regen Gespräche an und stärken Zugehörigkeit. Innenräume gewinnen Tiefe, wenn Alltagsnutzung nicht tilgt, sondern ergänzt. So wird jede Kaffeetasse, jeder Kratzer, jede Jahreszeit zum koautorischen Moment, der Vergangenheit und Gegenwart leise miteinander verschränkt.
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